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Aids Hilfe Wien

HIV hat sich dank medizinischen Fortschritts und rechtzeitiger Diagnose von einer tödlichen zu einer gut behandelbaren, chronischen Erkrankung entwickelt. Heute stehen weniger AIDS-definierende, sondern zunehmend – oft altersbedingte - nicht-HIV- assoziierte Erkrankungen im Mittelpunkt. Diese Komorbiditäten, stellen BeraterInnen, BetreuerInnen und PatientInnen vor neue, große Herausforderungen in der psychosozialen Betreuung - trotz aber auch wegen der enormen medizinischen Erfolge. In Österreich steigt die Anzahl der Menschen, die mit HIV lebt, Jahr für Jahr und parallel dazu auch die Nachfrage an bedarfsorientierten Angeboten.

Gerade Menschen mit HIV/AIDS, die schon sehr lange krank sind und keiner Arbeit nachgehen können, geraten oft in Armut, sind einsam und haben Schwierigkeiten bei der Bewältigung der Herausforderungen des Alltags. Außerdem führt eine HIV-Infektion nach wie vor oft zu sozialer Ausgrenzung und Ungleichbehandlung. HIV-assoziierte Diskriminierung basiert in vielen Fällen auf Rassismus, Sexismus sowie Homo- und Transphobie. Zusätzlich führen Ängste und ein Mangel an Wissen dazu, dass Menschen mit HIV auf unterschiedlichen Ebenen Benachteiligung erleben.
Die Aids Hilfe Wien wird durch Förderungen des Fonds Soziales Wien (FSW) und des Bundesministerium für Gesundheit (BMG) maßgeblich unterstützt. Das Ziel der Aids Hilfe Wien ist es, durch Information, Beratung und kostenlose und anonyme Testangebote einen entscheidenden Beitrag zur Vermeidung von HIV-Neuinfektionen zu leisten. Das Kernleistungsangebot Prävention, Beratung und Betreuung wird zusätzlich durch private SpenderInnen aufrechterhalten - allen voran vom Verein AIDS LIFE, Trägerverein des Life Ball, durch dessen Zuwendungen direkte Unterstützung von Menschen mit HIV/AIDS ermöglicht wird.

Angebote der Aids Hilfe Wien

  • Medizinische und psychologische Beratung, HIV-Tests und Beratung
  • Information zu HIV/AIDS, sexuell übertragbaren Erkrankungen und sexueller Gesundheit
  • Sozialarbeiterische Betreuung von Betroffenen, deren PartnerInnen, Angehörigen und FreundInnen
  • Zielgruppenspezifische Prävention für Jugendliche, Angehörige vulnerabler Gruppen, Männer, die Sex mit Männern haben, MigrantInnen sowie Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mit HIV in Kontakt kommen könnten
  • Maßnahmen gegen die Diskriminierung HIV-positiver Menschen
  • Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Organisationen, die sich im Bereich HIV/AIDS engagieren
  • Zusammenarbeit und Networking mit Organisationen im In- und Ausland, die entwederebenfalls im Bereich HIV/AIDS arbeiten oder für Menschen tätig sind, die im speziellen Maße gefährdet sind, sich mit HIV zu infizieren